Über uns

2016-06-15 14_03_32-Start

Ich bin Oliver. Im August 2015 wurde ich von meinem Arbeitgeber in die USA – genauer nach Naperville, Illinois – entsandt. Gemeinsam mit meiner Frau Julia habe ich die Herausforderung angenommen und wir sind mit Sack und Pack hergezogen. Auch wenn wir vorbereitet waren, so hatten wir doch eigentlich keine Ahnung was uns hier erwartet. Ich habe mich dazu entschieden einen Blog zu schreiben. Sowas habe ich vorher noch nie getan und ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, ob ich ein schreiberisches Talent habe oder ob das was wir erleben überhaupt interessant genug ist, um gelesen zu werden. Vor allem dient dieser Blog dazu mit unseren Freunden und Familien in der Heimat in Verbindung zu bleiben und sie an unserem Leben über dem großen Teich teilhaben zu lassen. Außerdem hoffe ich, dass uns der Blog später als Andenken an diese Zeit dienen wird. Und wir ihn nutzen können, um in unseren Erinnerungen von Amerika zu schwelgen.

In den frühen 90ern ist meine Schwester mit ihrem Mann in die USA gezogen. Die einzige Möglichkeit der Kommunikation, die wir damals hatten waren Briefe. Telefonieren war viel zu teuer und ging nur hin und wieder für ein paar Minuten. Stattdessen haben wir viele Briefe und Pakete per Luftpost hin und her geschickt. Das hat Wochen, manchmal auch Monate gedauert. Dies war zu einer Zeit an dem es praktisch noch kein Internet gab. An Emails, Facebook oder Skype und FaceTime war noch gar nicht zu denken.  Meine Mutter war besonders erfinderisch und hat damals einfach improvisiert. Anstelle einen langen Brief zu schreiben, nahm sie Kassetten mit unseren Alltagsgeschichten auf und legte ein paar Fotos dazu. Abends saß manchmal die ganze Familie vorm Kassettenrekorder und erzählte von allem, was passierte.

Heute ist das natürlich anders. Aber die Idee Bilder sprechen zu lassen und die Geschichten darum zu erzählen finde ich noch immer schön und spannend. Und das will ich mit diesem Blog erreichen. Ich möchte das was wir hier unternehmen und erleben in eine kleine Geschichte verpacken, ein paar Bilder dazulegen und nach hause schicken.

Wieso der Name „Shrimps mit Reis“?

Ich hab diesen Blog auf WordPress mit einem anderen Namen aufgesetzt. Schnell wurde mir aber klar, dass mir das so nicht reicht. Ich wollte eine eigene Adresse und ich wollte den Blog selbst hosten. Der Entschluss war also gefasst. Aber wenn der Blog eine eigene Adresse bekommen soll, dann muss die auch für die Ewigkeit halten. Und vor allem: Die Adresse muss noch verfügbar sein. Was jetzt?
Tagelang habe ich überlegt. Unterwegs. Bei der Abend. Beim Sport. Vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen. Der Name sollte etwas besonderes sein. Er sollte sich einprägen. Er musste bedeutungsträchtig sein. Vor Kreativität strotzen. Die Menschen sollten bei dem Namen für immer an uns denken.
Irgendwas mit Chicago vielleicht? Ein Wortspiel mit Hund oder Labrador? Irgendwas, dass darauf hinweist, dass es hier neues gibt, dass dies persönliche Gedanken sind, dass ich mich mit dem Leben auseinander setze. Dass ich tiefsinnig bin – gar ein Philosoph?

SCHWACHSINN! Alles Quatsch!

Nicht alles im Leben muss einen tiefen Sinn haben und bedeutungsvoll sein. Und eine Internetadresse auch nicht.  Zuletzt hatte ich überlegt im Namen des Blogs etwas mit Chicago zu verwenden. Vielleicht ein Wortspiel. Die Entsendung hierher ist ja schließlich der Grund, warum ich mich für das Blog schreiben entschieden habe. Aber vielleicht führe ich ihn ja weiter, wenn wir wieder nach Deutschland zurückkehren. Oder vielleicht sogar weiterziehen.Also macht das auch keinen Sinn.
Zufällig bin ich über eine Folge meiner Lieblingsserie „How I Met Your Mother“ gestolpert. In einer Szene streiten Barney und Robin darüber, ob Leute alles mitgröhlen, was man ihnen vorsingt. Es endet damit, dass Barney „Shrimps mit Reis“ einstimmt und alle in der Bar rhythmisch mitsingen.

Was will ich damit sagen? Es muss nicht immer alles tiefsinnig sein, um Menschen mitzunehmen oder zu unterhalten. Manchmal ist es einfach Shrimps mit Reis.